Glattdrücken von PMX170CrVMo18-3-1 mit stehendem Diamantwerkzeug

von E. Uhlmann, C. Hein, Y. Kuche, M. Dörr, D. Siebel, IWF TU Berlin 30. Oktober 2019
Glattdrückwerkzeug in der Werkzeugmaschine
Technische Oberflächen können über verschiedene Fertigungsverfahren wie Maschinenhämmern, Kugelstrahlen, Polieren, Walzen oder Fräsen hergestellt werden.

Beim Fräsen sind die entstehenden Oberflächenrauheitskennwerte vom eingesetzten Werkzeug, der Werkzeugmaschine, den Fräsparametern und den Materialeigenschaften des Werkstücks abhängig. Unter Verwendung von Mikrofräswerkzeugen und entsprechenden Parametern ist die Herstellung von technischen Oberflächen auf Fräsmaschinen zwar möglich, jedoch zeit- und kostenintensiv. Ein wirtschaftliches alternatives Verfahren hierbei ist das Glattdrücken. Dieser Nachbearbeitungsprozess kann ohne ein Umspannen des Werkstücks nur durch einen Werkzeugwechsel im direkten Anschluss an die Fräsoperation auf derselben Werkzeugmaschine durchgeführt werden. Dabei wird ein fixierter Hartkörper aus einem superharten Werkstoff in die Oberfläche des Werkstücks eingedrückt und anschließend mit einer definierten Normalkraft FN über die Werkstückoberfläche geführt. Die Hartkörpergeometrie kann dabei unterschiedlich ausgeprägt sein, wobei industriell üblicher Weise sphärische Geometrien eingesetzt werden. In der Kontaktzone gleitet der Hartkörper entlang der Werkstückoberfläche, wobei die Rauheitsspitzen beziehungsweise oberflächennahen Strukturen plastisch verformt werden.

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