Kleben als Alternative zum Löten? Neue Wege in der Werkzeugherstellung

von Berend Denkena, Alexander Krödel, Sebastian Worpenberg, IFW Hannover 14. November 2019
Untersuchungen zur thermischen Belastung in der Fügestelle
Die Produktivität von Fertigungsprozessen wird maßgeblich durch die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Werkzeuge bestimmt.

Bei vielen Hochleistungswerkzeugen wird der Schneidstoff auf ein Trägerwerkzeug, zumeist Hartmetall, gelötet. Je nach Anwendungsfall sind Schneidkantensegmente aus polykristallinem Diamant (PKD, z. B. für abrasive Materialien) oder kubischem Bornitrid (pCBN, z. B. für die Hartbearbeitung). Wird statt der bisher eingesetzten Löttechnologie das Kleben zum Fügen der Schneidkantensegmente eingesetzt, können prozessbedingte Nachteile des Lötens, beispielsweise ein hoher Wärmeeintrag, verringert werden. Daneben zeichnet sich das Kleben durch eine gute Automatisierbarkeit aus.

Das Potenzial des Klebens konnte bereits beim Trennschleifen aufgezeigt werden [1]. Für komplexe Zerspanwerkzeuge wie beispielsweise Fräser ist eine Anwendung der Klebetechnologie aufgrund des unzureichenden Prozesswissens zum Kleben und der auf das Löten angepassten Prozesskette der Werkzeugherstellung nur vereinzelt anzutreffen.

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