Temperaturmessung beim Verzahnungsschleifen

von Berend Denkena, Thilo Grove, Fabian Kempf, Patrick Dzierzawa, IFW Leibniz Universität Hannover 28. März 2018
Temperaturmesseinheit
Der Einsatz von Zahnrädern zur Leistungsübertragung ist eine grundsätzliche technische Methode und findet dabei zahlreiche Anwendungsgebiete.

Der Einsatz von Zahnrädern zur Leistungsübertragung ist eine grundsätzliche technische Methode und findet dabei zahlreiche Anwendungsgebiete im Bereich von Miniaturgetrieben über Automobile bis hin zu Schiffsdieseln und Windkraftanlagen. Durch die immer weitergehende Optimierung von Baugruppen, wie zum Beispiel des Antriebsstrangs von Kraftfahrzeugen, werden die Anforderungen an die verbauten Komponenten und Zahnräder immer höher. Insbesondere werden hohe Ansprüche an die Form- und Maßgenauigkeit der Zahnräder gestellt. Aufgrund des auf den Zahnflanken liegenden Wälzpunktes zwischen zwei Zahnrädern ist die Beschaffenheit dieser Flächen für die Effizienz eines Getriebes von besonderer Bedeutung.

In diesem Bereich eingebrachte Eigenspannungen können die Tragfähigkeit der Verzahnung und somit die Lebenszeit des Bauteils deutlich beeinflussen. Aus diesem Grund und, da eine hohe thermische Belastung während der Bearbeitung die gehärtete Randzone des Zahnrads erweichen kann, werden bei der Prozessauslegung von Hartfeinbearbeitungsprozessen hohe Prozesstemperaturen vermieden. Aber auch ohne eine direkte Werkstoffschädigung können hohe Temperaturen einen Abbau von zuvor eingebrachten Druckeigenspannungen bewirken, die die Lebensdauer eines Bauteils reduzieren und die Wahrscheinlichkeit von Mikrorissen im Zahn erhöhen. Um diese Risiken während des Wälzschleifens zu minimieren und um die Prozessstabilität zu erhöhen, sind Temperaturmessungen bei der Erprobung neuer Bearbeitungsprozesse von besonderer Bedeutung und sollten für eine Prozessoptimierung eingesetzt werden.

WEITERLESEN - INSIDER WERDEN!

Jetzt anmelden und kostenlos weiterlesen.

Neugierig? Hier können Sie sich registrieren.