Für den perfekten Schnitt: Herstellung minimalinvasiver, chirurgischer Instrumente mittels Laserschneiden

01. April 2019
Using laser technology, very fine geometries can be realized. (SEM image of the cutting edge)
Der Einsatz minimalinvasiver Operationsverfahren hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen und hält aktuell Einzug in medizinischen Disziplinen wie Laparoskopie oder Thorakoskopie.
Teile diesen Inhalt

Um diese Eingriffe, die sich im Vergleich zu herkömmlichen Methoden durch eine geringere Belastung des Organismus der Patienten auszeichnen, durchführen zu können, werden spezielle chirurgische Instrumente benötigt. Vor allem die geringe Größe der Operationsbestecke stellt die Hersteller vor die Herausforderungen, die gewünschten Abmessungen der Geräte im μm-Bereich in höchster Qualität zu realisieren.

Die Lasermikrobearbeitungsexperten der Deggendorfer GFH GmbH haben daher ein Verfahren entwickelt, um mittels Laserschneiden Mikro-Dreischneider für minimalinvasive medizinische Eingriffe schnell und wirtschaftlich sinnvoll herzustellen. Das Team der GFH GmbH steht interessierten Besuchern der diesjährigen Medtec LIVE in Halle 9 an Stand 9-618 für Fragen und Gespräche zu den Möglichkeiten des Verfahrens zur Verfügung.

Using laser technology, very fine geometries can be realized. (SEM image of the cutting edge)

„Unser Ziel ist es, die Eigenschaften unserer Lasermikrobearbeitungsanlagen fortwährend zu verbessern und neue Verfahren für ihren Einsatz auf verschiedensten Gebieten zu entwickeln. Gerade die Herstellung medizinischer Instrumente ist wegen der außergewöhnlich hohen Qualitätsstandards und der unbedingten Präzision bei der Produktion eine immer währende Herausforderung“, berichtet Anton Pauli, Geschäftsführer der GFH GmbH. Durch den Einsatz des Laserschneidens in Verbindung mit ihrer hochpräzisen Anlagentechnik gelingt es der GFH GmbH diese Anforderungen umzusetzen und die gewünschten Produkte zu fertigen. Dabei können Eisen- und Nichteisen-Metalle ebenso wie nicht-metallische Stoffe, beispielsweise Keramik oder Saphir, bis zu einer Stärke von 1 mm geschnitten werden.

Auch beim jüngsten Projekt, einem Mikro-Dreischneider für minimalinvasive chirurgische Eingriffe, kamen die Vorteile des Verfahrens zum Tragen. Beim Laserschneiden lassen sich die Schneidwinkel mittels der Trepanieroptik flexibel einstellen wodurch die Formgebung an der Schneide schnell und einfach verändert werden kann. Dadurch werden beispielsweise rechtwinklige Schnitte im μm-Bereich möglich, die nicht nachbearbeitet werden müssen. „Mittels Lasertechnik lassen sich sehr feine Geometrien realisieren, ohne dass mechanische Kräfte auf das Werkstück einwirken. Auf diese Weise wird einerseits Werkzeugverschleiß verhindert und andererseits die gleich bleibend hohe Qualität des Produkts sichergestellt“, berichtet Pauli.

Die Methode ermöglicht es außerdem, dass einzelne Arbeitsschritte wie Erodieren oder Schleifen durch die innovative Lasertechnik ersetzt werden können. Des Weiteren ist für die Herstellung des Mikro-Dreischneiders die Möglichkeit der Bearbeitung flexibler 3D-Schneidkonturen wichtig. In Kombination ergeben sich daraus bei konstant hoher Qualität deutliche Vorteile im Hinblick auf die Produktionsgeschwindigkeit, die Präzision sowie die exakte Reproduzierbarkeit der Bearbeitungsergebnisse.

Das Team der GFH GmbH um die Geschäftsführer Anton Pauli und Florian Lendner steht in Halle 9 an Stand 9-618 für Gespräche zur Lasermikrobearbeitung zur Verfügung.



Website: https://gfh-gmbh.de