Lissmac Diamantwerkzeug schneidet Leuchtturm in krantaugliche Segmente

25. Mai 2021
Kooperation unter Riesen. Der HHLA Schwimmkran III unterstützte den Schwimmkran TK 10 „Wal“ von Taucher Knoth beim Abheben der auf 42m thronenden Turmspitze des Unterfeuer Blankenese.
Leuchttürme sind Bollwerke gegen die Naturgewalten und scheinen wie für die Ewigkeit geschaffen. Doch dem Fortschritt müssen auch die trutzigen Schifffahrtszeichen weichen.
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Dieses Schicksal traf nun das Unterfeuer Blankenese. Das 1984 errichtete Bauwerk stand durch die Verbreiterung der Fahrrinne in der Elbe plötzlich außerhalb der Richtfeuerlinie. Die Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG übernahm den 231t schweren Rückbauauftrag.

Das einst 42m aufragende Unterfeuer Blankenese fußte auf einem massiven Betonfundament an einem stark befahrenen Abschnitt der Elbe. Den Turm nach Holzfällerart einfach unten absägen und fallenlassen oder gar sprengen verbot sich an dem sensiblen Standort. Anstelle dieser rabiaten Methoden fiel die Entscheidung zugunsten des segmentweisen Rückbaus. Ein Job für Profis, den Taucher Knoth zusammen mit dem Betonlabor der Aug. Prien Bauunternehmung (GmbH & Co. KG), in Angriff genommen hat.

Zähne zeigen hieß es für das Lissmac Diamantseil BDSP 3, das sich in jeweils drei Stunden durch 1,8m² Schnittfläche pro Turmsegment fraß. Insgesamt mussten 12,4m² Stahlbeton durchtrennt werden.

Für das Vorhaben, im wahrsten Sinne ein „Leuchtturm-Projekt“ für alle Beteiligten, statteten die Spezialisten vom Aug. Prien Betonlabor ihre Seilsäge mit einem 20m Diamantseil BDSP 3 von Lissmac aus. „Das BDSP 3 ist ein Diamantseil für extrem hohe Materialhärte. Das mit 40 Perlen pro Meter ausgestattete Werkzeug ist der Garant für allerbeste Schnittleistungen bei guter Standzeit auch in stark armierten Stahlbeton. Besonders bei anspruchsvollen Projekten wie diesem, wenn ein Werkzeugversagen fatal wäre, ist das BDSP 3 die erste Wahl und gewährleistet die nötige Zuverlässigkeit“, sagt Dirk Klindtwort, Gebietsverkaufsleiter bei Lissmac. 42m Gesamthöhe, 3m Schaftdurchmesser und rundum 20cm starke Stahlbetonwände summierten sich zu happigen 231t Leuchtturm-Gesamtgewicht. Zuviel für einen Hub. Taucher Knoth und Aug. Prien entschieden sich zur intelligenten Vierteilung des Schafts. Das längste Segment maß 13m bei 56t Gewicht, der mit Beton verfüllte Sockel zerrte gar mit 96t am Kranseil des Schwimmkranes TK 10 „Wal“ von Taucher Knoth, das bis zu 110t auf einmal bewältigt. „Vor allem das Sägen des massiven Beton-Turmsockels war Schwerstarbeit und eine Bewährungsprobe für das Werkzeug. Neun Stunden lang fraß sich das BDSP 3 Diamantseil durch sieben Quadratmeter Sägefläche. Das exakt ebenerdige, beinahe spiegelglatte Schnittbild zeugt vom Können der Aug. Prien Profis“, so Klindtwort.



Website: https://www.lissmac.com/de/

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